ETF-Sparplan statt Bausparer: Warum Börsenexperten jetzt umdenken

Zuletzt aktualisiert am 7. April 2026 um 13:03

Der Paradigmenwechsel in der Vermögensbildung

Immer mehr Finanzexpert:innen empfehlen, ETF-Sparpläne statt traditioneller Bausparverträge zur Vermögensbildung zu nutzen. Der Grund: Bausparer bieten bei niedriger Zinslage oft keine renditestarke Alternative mehr, während breit gestreute ETFs langfristige Renditen von 7-8 Prozent p.a. erzielt haben.

ETF-Sparplan vs. Bausparer – der Vergleich

  • Rendite-Entwicklung: ETFs (MSCI World, S&P 500) historisch 7-8% p.a., Bausparzinsen aktuell 1-2%
  • Kosten: Sparpläne oft ab 0 Euro Ordergebühr, Bausparverträge mit Abschlussgebühr und Verwaltungsgebühr
  • Flexibilität: ETFs täglich handelbar, Bausparvertrag meist 6+ Jahre gebunden
  • Steuervorteile: In Österreich sind Aktiengewinne mit KESt (27,5%) besteuert, Bausparprämie (1% bis 3,8%) ist staatlich gefördert

Welche ETFs eignen sich als Sparplan?

  • MSCI World: 1.500 Unternehmen aus entwickelten Industrieländern
  • FTSE All-World: Noch breiter gestreut, auch Schwellenländer enthalten
  • MSCI ACWI: Ähnlich wie All-World, andere Gewichtung
  • S&P 500: Größte US-Unternehmen, historisch starke Renditen

So starten Sie einen ETF-Sparplan

  1. Online-Broker wählen: Flatex, Trade Republic oder direkt bei Ihrer Bank
  2. Sparbetrag festlegen: Bereits 50 € monatlich machen einen Unterschied
  3. ETF auswählen: Breit gestreuter Welt-ETF empfohlen
  4. Dauer einstellen: Mindestens 10 Jahre für gute Rendite-Chancen

Was spricht für den Bausparer?

Der Bausparer hat in Österreich einen speziellen Vorteil: die staatliche Bausparprämie von bis zu 3,8% der Einzahlung. Für einkommensschwache Haushalte und für die Wohnbauförderung kann ein Bausparvertrag dennoch sinnvoll sein. Die Details finden Sie auf help.gv.at.

Fazit

Die optimale Strategie ist meist eine Kombination: ETF-Sparplan für die langfristige Rendite + Bausparer für die staatliche Prämie und konkrete Wohnplanung.

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