Die Wohnungssuche bleibt in Österreich teuer: Im ersten Quartal 2026 lagen die Angebotsmieten laut einer Auswertung von ImmoScout24 österreichweit bei durchschnittlich 16,09 Euro je Quadratmeter. Das sind 8 % mehr als ein Jahr zuvor. In Wien wurde mit 22,41 Euro je Quadratmeter erneut der höchste Wert gemessen.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick
- Österreich gesamt: 16,09 Euro/m², das entspricht +8 % zum Vorjahr
- Wien: 22,41 Euro/m² und damit weiterhin der teuerste Markt
- Wien im Jahresvergleich: +10 %
- Stärkste Anstiege: Steiermark +12 %, Oberösterreich +11 %, Kärnten +10 %
- Günstigstes Bundesland im Vergleich: Burgenland mit 11,72 Euro/m²
Warum die Preise trotz mehr Angebot hoch bleiben
Laut der Erhebung stieg das Mietangebot österreichweit zwar um 9 %, die Nachfrage aber ebenfalls weiter. Gleichzeitig bleibt der Wohnraummangel in gefragten Städten ein strukturelles Problem. Genau deshalb sorgt mehr Angebot bisher nicht für eine echte Entspannung.
Wer nicht nur mieten, sondern einen Kauf prüfen möchte, findet in unserem Ratgeber zur Immobilienfinanzierung und Nebenkosten einen guten ersten Überblick zu Finanzierung, Eigenmitteln und Kaufnebenkosten.
Was das für Haushalte in Wien bedeutet
Vor allem in Wien verschärft sich der Druck auf das Haushaltsbudget. Höhere Mieten treffen nicht nur Neumieter, sondern mittelbar auch all jene, die umziehen müssen oder ihre Wohnkosten neu kalkulieren. Wer bereits stark belastet ist, sollte auch prüfen, welche Unterstützungen aktuell möglich sind. Einen Überblick dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Wohnkosten-Hilfe und möglichen Verlängerungen bis 2029.
3 praktische Schritte, wenn Ihre Wohnkosten steigen
- Budget neu rechnen: Prüfen Sie, wie viel vom Nettoeinkommen tatsächlich für Miete, Energie und Fixkosten draufgeht.
- Kauf und Miete vergleichen: In einzelnen Regionen kann Kaufen wieder interessanter werden, wenn Eigenkapital vorhanden ist.
- Förderungen und Zuschüsse prüfen: Gerade bei steigenden Wohnkosten kann ein nicht genutzter Zuschuss einen spürbaren Unterschied machen.
Fazit
Der österreichische Mietmarkt bleibt angespannt, und Wien bleibt mit Abstand am teuersten. Dass die Angebotsmieten trotz größerem Angebot weiter steigen, ist ein Warnsignal für alle, die 2026 umziehen oder erstmals eine Wohnung suchen.
Quelle: Heute.at / ImmoScout24-Auswertung zu Angebotsmieten im 1. Quartal 2026
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Finanzierungs- oder Rechtsberatung.







