Zuletzt aktualisiert am 7. April 2026 um 13:03
In 5 Schritten: Wie Funktioniert Eine Kryptowährungssteuererklärung In Österreich
Die Besteuerung von Kryptowährungen ist für viele in Österreich ein relativ neues Territorium. Kryptowährungen erfreuen sich nicht nur wachsender Beliebtheit, sondern gewinnen auch zunehmend Einfluss auf unser Finanzsystem. Umso wichtiger ist es, zu verstehen, wie die Kryptowährungssteuererklärung in Österreich funktioniert. In diesem Artikel zeigen wir dir in fünf Schritten, wie du sicherstellst, dass du alles korrekt machst.
Schritt 1: Verstehe, was steuerpflichtig ist
In Österreich wird Kryptowährung als immaterielles Wirtschaftsgut betrachtet. Das bedeutet, dass der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen steuerpflichtig sein kann. Es gilt zu unterscheiden, ob du mit Kryptowährungen handelst oder lediglich investierst. Der steuerpflichtige Tatbestand entsteht, wenn du die Kryptowährung innerhalb eines Jahrs nach dem Erwerb verkaufst und dabei einen Gewinn erzielst.
Unterschied zwischen privaten und gewerblichen Handel
Beim privaten Handel, also wenn du nur gelegentlich und ohne Gewinnerzielungsabsicht tätig bist, fällt Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5% an. Handelt es sich um einen gewerblichen Handel, dann unterliegen die Erträge der Einkommensteuer und sind als Einkommen zu versteuern.
Schritt 2: Sammle alle relevanten Informationen
Bei der Vorbereitung deiner Steuerklärung ist es wichtig, sämtliche Transaktionen zu dokumentieren. Dazu gehören:
- Kaufdatum und Kaufpreis der Kryptowährung
- Verkaufsdatum und Verkaufspreis
- Handelsplattformen, die du genutzt hast
- Nebenkosten wie Transaktionsgebühren
Diese Daten werden dir helfen, deinen Gewinn oder Verlust exakt zu berechnen, und sind entscheidend dafür, dass deine Kryptowährungssteuererklärung in Österreich problemlos über die Bühne geht.
Schritt 3: Verwende geeignete Tools
Aufgrund der Komplexität und der Menge an Daten ist es ratsam, spezielle Software oder Dienste für die Steuerberechnung zu nutzen. Diese helfen nicht nur beim Kontensaldo, sondern auch bei der Berechnung von Gewinnen/Verlusten und der Simulation von steuerlichen Verpflichtungen. Beliebte Optionen sind CoinTracking oder Accointing, die dir eine übersichtliche Darstellung deiner Handelsaktivitäten bieten können.
Schritt 4: Reiche deine Steuererklärung ein
Die Steuererklärung für Kryptowährungen wird zusammen mit deiner regulären Einkommensteuererklärung eingereicht. Dafür kannst du das Online-Portal FinanzOnline nutzen, ein Service des österreichischen Finanzministeriums. Achte darauf, dass alle Angaben vollständig und korrekt sind.
Termine und Fristen
Die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung ist üblicherweise der 30. Juni des Folgejahres. Nutzt du FinanzOnline, verlängert sich die Frist meist bis zum 31. August. Solltest du einen Steuerberater hinzuziehen, können sich die Fristen ebenfalls verlängern.
Schritt 5: Achte auf Aktualisierungen der Gesetze
Da sich die Gesetzeslage rund um Kryptowährungen schnell ändern kann, ist es wichtig, über aktuelle Entwicklungen informiert zu bleiben. Gute Quellen für solche Informationen sind die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und das Bundesministerium für Finanzen. Dort findest du stets die neuesten Updates und Richtlinien.
Fazit
Die Kryptowährungssteuererklärung in Österreich mag kompliziert erscheinen, erfordert jedoch hauptsächlich Organisation und Sorgfalt. Indem du die oben beschriebenen Schritte befolgst, kannst du sicherstellen, dass du alle steuerlichen Verpflichtungen einhältst und unerwünschte Überraschungen vermeidest. Nimm dir die Zeit, um die Grundlagen der Besteuerung von Kryptowährungen zu verstehen, und nutze verfügbare Ressourcen, um die Einreichung deiner Steuererklärung zu erleichtern.
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