Neuer Strom-Sozialtarif 2026: Wer bis zu 40% spart – So sichern Sie sich günstigen Strom

Strom-Sozialtarif in Österreich: Ab 2026 profitieren über 300.000 Haushalte

Das neue Strommarktgesetz wird 2026 in Kraft treten und bringt eine entscheidende Änderung für einkommensschwache Haushalte in Österreich: Der neue Strom-Sozialtarif wird eingeführt, der Betroffenen Einsparungen von bis zu 10 Cent pro Kilowattstunde ermöglicht.

Damit werden über 300.000 Haushalte entlastet, die aktuell einen überproportional hohen Anteil ihres Einkommens für Strom ausgeben müssen. Hier erfahren Sie alles, was Sie über Anspruch, Antrag und konkrete Ersparnisse wissen müssen.

Wer hat Anspruch auf den Strom-Sozialtarif?

Der Sozialtarif richtet sich an Haushalte, deren Stromkosten einen bestimmten Prozentsatz ihres verfügbaren Einkommens überschreiten. Anspruchsberechtigt sind vor allem:

  • Bezieher von Ausgleichszulage (Pensionsausgleich)
  • Bezieher von Sozialhilfe/Bedarfsorientierter Mindestsicherung
  • Bezieher von Arbeitslosengeld/Notstandshilfe
  • Personen in Haushalten mit niedrigem Nettoeinkommen

Wichtig für Österreicher: Die genaue Einkommensgrenze wird noch durch Verordnung festgelegt. In ähnlichen Förderprogrammen in Österreich liegt die Schwelle typischerweise bei maximal dem 1,5-Fachen des jeweiligen Mindeststandards.

So viel können Sie konkret sparen

Der Sozialtarif sieht eine Reduktion von bis zu 10 Cent/kWh gegenüber dem regulären Tarif vor. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 3.500 kWh im Jahr können das Ersparnisse von bis zu 350 Euro jährlich bedeuten – also nahezu 40 % der aktuellen Stromkosten für Geringverdiener.

Durchschnittshaushalt (3.500 kWh)~350 Euro/Jahr
Kleinhaushalt 1 Person (2.000 kWh)~200 Euro/Jahr
Familienhaushalt (4.500 kWh)~450 Euro/Jahr

Wie beantragen Sie den Strom-Sozialtarif?

Der Antrag wird voraussichtlich über die jeweilige Stromversorgungsgesellschaft erfolgen. Berechtigte Haushalte dürften einen entsprechenden Nachweis (z. B. Bescheid über Mindestsicherung oder Ausgleichszulage) vorlegen müssen.

Die Regierung plant, den Sozialtarif möglichst bürokratiearm zu gestalten. In Diskussion ist ein automatischer Mechanismus, bei dem die Stromversorger die Berechtigung über das Melde- oder Sozialregister abfragen können.

Stromkosten vergleichen – lohnt sich ein Wechsel trotzdem?

Auch wenn Sie keinen Anspruch auf den Sozialtarif haben, gibt es Möglichkeiten, Ihre Stromkosten zu senken:

  • Stromanbieter vergleichen: Ein Wechsel des Stromanbieters kann je nach Verbrauch 100–200 Euro pro Jahr sparen
  • Zeittarif nutzen: Bei Nachtspeicheröfen oder Wärmepumpen können Zeittarife attraktiv sein
  • Verbrauch senken: Bereits wenige Maßnahmen wie LED-Beleuchtung oder Stoßlüften können den Verbrauch um 10–15 % senken

Hintergrund: Das Strommarktgesetz

Das Strommarktgesetz ist Teil der österreichischen Energiestrategie und dient der Umsetzung der EU-Elektrizitätsrichtlinie. Ziel ist ein fairerer Zugang zu Energie für alle Bevölkerungsschichten. Der Sozialtarif stellt dabei einen der wichtigsten Ansätze dar, um Energiearmut in Österreich zu bekämpfen.

Quellen: durchblicker.at, Bundesministerium für Klimaschutz, Energie

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