Strom, Miete und Handy: Das ändert sich im April 2026 in Österreich
Der April 2026 bringt für österreichische Haushalte eine Reihe spürbarer Veränderungen – sowohl bei den Kosten als auch bei neuen Regelungen. Wir zeigen, was sich konkret ändert und wo Sie Geld sparen können.
Strom: Neuer Sozialtarif und günstigere Netzkosten
Für Haushalte mit geringem Einkommen, die von der ORF-Haushaltsabgabe befreit sind, gibt es ab April spürbar günstigeren Strom. Für bis zu 2.900 Kilowattstunden pro Jahr zahlen diese Haushalte nur mehr sechs Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt profitieren rund 290.000 Haushalte von dieser Maßnahme.
Zusätzlich wird ein Anreiz geschaffen, den Stromverbrauch stärker an die Verfügbarkeit von Sonnenenergie anzupassen: Zwischen 10 und 16 Uhr sinken die Netzkosten um 20 Prozent. In dieser Zeit fällt besonders viel Sonnenstrom an – energieintensive Tätigkeiten wie Waschen, Geschirrspülen oder das Laden eines Elektroautos lohnt sich daher besonders in diesem Zeitfenster.
Weitere Infos zum Thema Strom sparen finden Sie in unseren Ratgebern:
- Strom-Sozialtarif 2026: Wer bis zu 40% spart
- Neuer Strom-Sozialtarif ab April für OBS-Befreite – 6 Cent/kWh
- Strompreise 2026: Was sich am Markt tut
Miete: Neue Richtwerte seit 2023
Erstmals seit 2023 werden die mietrechtlichen Richtwerte angepasst. Die Erhöhung ist gesetzlich auf maximal ein Prozent begrenzt. In Wien steigt der Richtwert konkret von 6,67 auf 6,74 Euro pro Quadratmeter. Das klingt wenig, summiert sich aber bei größeren Wohnungen über das Jahr.
Wer unsicher ist, ob seine Miete noch im Rahmen liegt, sollte die neuen Richtwerte prüfen. Mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel:
Handy: Tarife werden teurer
Ein Großteil der Mobilfunktarife wird ab April angehoben. Ursache sind sogenannte Wertsicherungsklauseln, die in vielen Verträgen enthalten sind und es Anbietern ermöglichen, Preise automatisch an die Inflation anzupassen. Für 2026 bildet ein Verbraucherpreisindex von 3,5 Prozent die Grundlage.
Gleichzeitig bringt die Österreichische Post AG ein neues Mobilfunkangebot namens „Yellow“ auf den Markt, das auch die neue Vorwahl 0693 einführt – ein möglicher Wechsel-Anreiz für preissensible Nutzer.
Sprit: 10 Cent billiger ab April
Erst vergangene Woche im Nationalrat beschlossen: Der Sprit wird ab April um 10 Cent je Liter günstiger. Die Mineralölsteuer wird um 5 Cent gesenkt, weitere 5 Cent bringt eine Dämpfung der Treibstoff-Gewinnmargen. Danach dürfen die Preise nur mehr entsprechend den internationalen Notierungen steigen – eigene Aufschläge der Raffinerien und Mineralölhändler sind tabu.
Weitere Änderungen im April
- Shrinkflation-Kennzeichnung: Der Handel muss Produkte deutlich kennzeichnen, wenn der Inhalt reduziert wird, während der Preis gleich bleibt oder steigt. Die Kennzeichnung muss mindestens 60 Tage erfolgen.
- E-Zigaretten & Pouches: Ab April gelten Nikotinprodukte als tabaksteuerpflichtig. Verkauf nur mehr in Trafiken, Werbeverbot und steuerliche Erfassung.
- USB-C für Laptops: Ab 28. April müssen auch Laptops verpflichtend mit USB-C ausgestattet sein – ein EU-weites Standardisierungsprojekt.







