Die 3-Tage-Regel ist Geschichte – was das für Sie an der Tankstelle bedeutet
Seit Montag, 13. April 2026, gilt in Österreich eine neue Regelung für Spritpreise an den Tankstellen. Die bisherige 3-Tage-Regel, die nur an drei festen Tagen pro Woche Preiserhöhungen erlaubte, ist ausgelaufen. Stattdessen müssen Tankstellenbetreiber nun sinkende Einkaufspreise sofort weitergeben – und Preiserhöhungen sind theoretisch jeden Tag um 12:00 Uhr möglich.
Hintergrund: Die Bundesregierung hat mit der Inflationsbremse bei Sprit ein neues System eingeführt, das gezielter eingreifen soll. Statt pauschaler Preistage will man damit verhindern, dass Tankstellen günstigere Einkaufspreise hinauszögern und so die Gewinne der Konzerne auf Kosten der Autofahrer steigen.
Wie funktioniert die neue Spritpreis-Regelung?
Das neue System basiert auf zwei Säulen:
- Mineralölsteuer-Senkung: Zusätzliche staatliche Kriseneinnahmen werden über eine reduzierte Mineralölsteuer direkt an die Autofahrerinnen und Autofahrer zurückgegeben. Das drückt den Endpreis an der Zapfsäule.
- Krisenmargen-Dämpfung: Reine Krisenmargen werden gedämpft. Sinken die internationalen Einkaufspreise, muss der Tankstellenpreis zeitnah folgen. Die E-Control überwacht die Einhaltung.
Bisher war das nicht immer sofort so. Tankstellen konnten sinkende Einkaufspreise teilweise verzögert weitergeben, um vorübergehend verbotene Preissteigerungen auszugleichen. Deshalb war oft erst nach mehreren Tagen klar, ob billigere Preise wirklich bei den Autofahrern angekommen sind.
Aktuelle Spritpreise: Was kostet Diesel und Benzin jetzt?
Am ersten Tag der neuen Regelung, Montag den 13. April, haben die Preise an den österreichischen Tankstellen zwar leichte Erhöhungen gezeigt – allerdings hielten sich diese weitestgehend in Grenzen. Die durchschnittlichen Preise bewegen sich aktuell im folgenden Bereich:
- Diesel: Zwischen 1,55 und 1,65 Euro pro Liter (je nach Region und Tankstelle)
- Super (E10): Zwischen 1,55 und 1,70 Euro pro Liter
- Autogas: Zwischen 0,75 und 0,90 Euro pro Liter
Die Preise schwanken je nach Bundesland und Anbieter erheblich. Gerade an Autobahn-Tankstellen sind die Preise oft 10 bis 15 Cent höher als an innerörtlichen Stationen.
Warum die Preise trotz Regulierung steigen können
Die neue Regelung schützt nicht vor allen Preiserhöhungen. Sie greift nur bei unberechtigten Margenerhöhungen – also wenn Tankstellen günstiger einkaufen, aber den Preis nicht senken. Wenn die internationalen Rohölpreise steigen, werden auch die Preise an der Tankstelle steigen.
Aktuell sorgen mehrere Faktoren für nervöse Energiemärkte:
- Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und mögliche Blockaden wichtiger Schifffahrtsrouten
- Sabotage an der Transalpinen Ölpipeline, von der Österreich zu 90 Prozent abhängt
- Globale Unsicherheit durch Handelskonflikte und Zölle
So sparen Sie beim Tanken – 6 konkrete Tipps
- Preisvergleich nutzen: Nutzen Sie den Spritpreisrechner der E-Control, um die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe zu finden.
- Montags und donnerstags tanken: Preiserhöhungen erfolgen oft am Montag. Wer am Sonntagabend oder Montagmorgen tankt, spart. Donnerstag ist oft der günstigste Tag der Woche.
- Autobahn-Tankstellen meiden: Die Preise an der Autobahn liegen durchschnittlich 10-15 Cent über innerörtlichen Preisen.
- Tankkarten prüfen: Viele Kreditkarten bieten Tankrabatte – prüfen Sie, ob Ihre Karte Cashback beim Tanken bietet.
- Fahrweise anpassen: Vorausschauendes Fahren und das Vermeitten von unnötigem Beschleunigen kann den Verbrauch um 10-15 Prozent senken.
- E-Car-Option prüfen: Wer viel fährt, sollte durchrechnen, ob ein Umstieg auf Elektro mit günstigem Stromtarif langfristig mehr spart.
Weiterführende Informationen
Wer sich tiefer mit dem Thema Spritpreise und Energiekosten beschäftigen möchte, findet bei uns weitere hilfreiche Artikel:







