Erste Bank Konto wird teurer: Preisanstieg ab Juli 2026 — so wehren Sie sich

Österreichs größte Bank erhöht ab Juli 2026 ihre Kontogebühren — um genau 3,6 Prozent. Das klingt wenig, betrifft aber 4,3 Millionen Kunden. Wer nichts unternimmt, zahlt automatisch mehr. Es gibt aber eine klare Alternative.

Was genau ändert sich?

Die Erste Bank und ihre regionalen Sparkassen nutzen eine Klausel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), um die Gebühren an die Inflation anzupassen. Da der Verbraucherpreisindex (VPI) 2025 um 3,6 Prozent gestiegen ist, werden alle Kontogebühren ab 1. Juli 2026 um genau diesen Wert erhöht.

PositionErhöhung pro MonatErhöhung pro Jahr
Kontoführungsgebührca. +0,40 €ca. +4,80 €
Bankomatkarte (Bereitstellung)ca. +0,10 €ca. +1,20 €

Die absolute Erhöhung ist überschaubar — doch der Mechanismus ist brisant: Jedes Jahr kann die Bank auf Basis der Inflation automatisch nachziehen. Wer also langfristig bei der Erste Bank bleibt, zahlt jedes Jahr mehr.

Was können Sie tun?

Kunden haben bis 30. Juni 2026 zwei Möglichkeiten:

  1. Widerspruch einlegen: Den neuen Konditionen schriftlich widersprechen.
  2. Kostenlos kündigen: Das Zahlungskonto bis zum Stichtag fristlos und kostenlos kündigen — das Recht dazu haben alle Kunden.

Wer nichts tut, akzeptiert die Erhöhung automatisch.

Lohnt sich ein Wechsel?

Auf den ersten Blick sind 40 Cent pro Monat nicht die Welt. Doch der Vergleich zeigt: Es gibt am Markt deutlich günstigere Angebote. Online-Banken und Direktbanken bieten Konten oft ab null Euro pro Monat. Wer sparen will, sollte zumindest einen Girokonto-Vergleich durchführen — auch um zu prüfen, ob die eigene Bank nicht ohnehin längst überhöhte Gebühren verrechnet.

Warum die Erste Bank die Erhöhung begründet

Die Bank verweist auf die gestiegenen Kosten durch die Inflation der Vorjahre und die AGB-Klausel Z 44a, die eine automatische Anpassung erlaubt. Kritiker bemängeln, dass die Bank während der Niedrigzinsphase jahrelang kaum Guthabenzinsen zahlte und jetzt auf Kosten ihrer Kunden die Margen sichert.

Quelle: heute.at, durchblicker.at. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: April 2026.