E-Auto-Boom in Europa: Verkäufe steigen um 33 Prozent — Tesla und BYD vorn

E-Autos boomen in Europa wie nie zuvor. Im ersten Quartal 2026 wurden in der EU 547.000 reine Stromer neu zugelassen — ein Plus von satten 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Was treibt diese Entwicklung an und welche Hersteller profitieren am meisten?

Marktanteil der E-Autos steigt auf 19,4 Prozent

Der Marktanteil von Batteriefahrzeugen kletterte um vier Prozentpunkte auf 19,4 Prozent. Gleichzeitig gingen die Verkäufe von Benzinern um 18 Prozent und von Dieselautos um 15 Prozent zurück. Treiber des Booms sind vor allem neue Steuervergünstigungen und Förderprogramme in den wichtigsten europäischen Ländern.

Inzwischen bieten alle 27 EU-Staaten Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität. In 21 Ländern gibt es eine direkte Kaufförderung, 18 Mitgliedstaaten gewähren steuerliche Vorteile für elektrische Dienstwagen.

Tesla und BYD legen kräftig zu

Besonders stark legten die beiden E-Auto-Pioniere Tesla und BYD zu. Der US-Konzern steigerte seinen Absatz im März um 84 Prozent auf 52.600 Fahrzeuge. Der chinesische Konkurrent BYD verzeichnete sogar ein Plus von rund 150 Prozent auf 37.580 verkaufte Autos.

Bei den deutschen Herstellern entwickelte sich der VW-Konzern mit einem Plus von 4,8 Prozent auf 378.826 Einheiten solide. Die BMW Group legte um 15,4 Prozent auf 111.598 Fahrzeuge zu. Mercedes konnte seine Verkäufe hingegen nur minimal um 0,3 Prozent steigern.

Hybride bleiben die beliebteste Antriebsart

Trotz des E-Auto-Booms führen Hybridfahrzeuge weiter die Statistik an. Mit einem Marktanteil von 39 Prozent sind sie nach wie vor die beliebteste Antriebsart. Über eine Million Hybride wurden im ersten Quartal neu zugelassen — ein Plus von 13 Prozent.

Was bedeutet das für Österreich?

Auch in Österreich zeichnet sich ein klarer Trend ab. Wer heute ein E-Auto kauft, profitiert von Förderungen und niedrigeren Betriebskosten. Ein genauer Vergleich lohnt sich: Biosprit ist aktuell um 79 Prozent teurer als Strom — ein massiver Kostenvorteil für E-Auto-Fahrer.

Gleichzeitig sinken die Strompreise: Die Energie AG senkt ab Mai 2026 auf 12 Cent/kWh, auch andere Anbieter ziehen nach. Wer zu Hause laden kann, fährt aktuell so günstig wie lange nicht.

Fazit

Der E-Auto-Markt in Europa wächst rasant. Die Kombination aus günstigeren Modellen, besserer Ladeinfrastruktur und staatlichen Förderungen macht den Umstieg für immer mehr Autofahrer attraktiv. Der Trend zu sauberer Mobilität wird sich damit in den kommenden Jahren noch weiter beschleunigen.

Quelle: Heute.at / ACEA (European Automobile Manufacturers‘ Association)

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