Euro-Scheine und Geldbörse – Symbolbild zum Doppelbudget 2027/2028

Doppelbudget 2027/2028 fixiert: Lohnnebenkosten sinken, Pensionen unter Inflationsniveau

Die Bundesregierung hat sich nach zähen Verhandlungen auf die Eckpunkte des Doppelbudgets für 2027 und 2028 geeinigt. Das Paket mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Milliarden Euro bringt spürbare Änderungen für Arbeitnehmer, Pensionisten und Unternehmen.

Das Wichtigste zum Doppelbudget auf einen Blick

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) und Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) präsentierten die Einigung am Sonntagabend. Ziel ist es, das Budgetdefizit von über 4 Prozent auf 3,5 Prozent (2027) und 3 Prozent (2028) zu senken.

Das Paket teilt sich in zwei Bereiche:

  • Konsolidierung: ~2,5 Mrd. Euro Einsparungen
  • Offensivmaßnahmen: ~2,5 Mrd. Euro für Arbeitsmarkt, Pflege und Elementarpädagogik

Lohnnebenkosten sinken um einen Prozentpunkt

Der Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) wird ab 2028 um einen Prozentpunkt gesenkt – Kostenpunkt: zwei Milliarden Euro. Finanziert wird das u.a. durch eine höhere Körperschaftsteuer: Gewinne über einer Million Euro werden künftig mit 24 Prozent besteuert. Mehr Details zur Lohnnebenkosten-Senkung.

Pensionen unter Inflationsniveau

Die Pensionsanpassung liegt 2027 und 2028 jeweils ein Viertelprozent unter der Inflation. 2027 spart der Staat 280 Mio. Euro, 2028 dann 270 Mio. Euro. Die Aktivpension: bis zu 15.000 Euro steuerfrei dazuverdienen.

Weitere Maßnahmen

  • Bankenabgabe bleibt bestehen
  • Immobilienertragssteuer wird erhöht
  • Agrardieselvergütung wird wieder eingeführt
  • 600 Mio. Euro für Arbeitsmarkt und zweites verpflichtendes Kindergartenjahr

Kritik

Die WKO-Bankensparte warnt: Kreditvergaben könnten um 1,6 Mrd. Euro sinken, bis zu 1.400 Jobs wären gefährdet. Die Ministerien arbeiten nun die Details aus. Budgetrede: 10. Juni 2026. Budgetdefizit 2025: Was es für Steuerzahler bedeutete.

Disclaimer: Stand 28. April 2026. Maßnahmen teilweise noch nicht endgültig beschlossen.