Aktuelle AMS-Zahlen: So viele Menschen bekommen jetzt Arbeitslosengeld in Österreich
Rund 400.600 Menschen sind derzeit in Österreich entweder arbeitslos oder in AMS-Schulungen – ein moderater Anstieg von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig zeigt die Beschäftigung mit einem leichten Plus von rund 4.000 Personen eine gewisse Stabilität trotz Wirtschaftsflaute.
Entspannung beim Arbeitslosenzuwachs
Die Entwicklungen der letzten Monate deuten auf eine Abschwächung der Dynamik beim Anstieg der Arbeitslosigkeit hin. In einigen Bundesländern konnte der Trend bereits gestoppt werden: In Kärnten sank die Arbeitslosigkeit um 4,5 Prozent, in Oberösterreich um 1,2 Prozent und in Tirol um 1,0 Prozent.
Ältere Arbeitnehmer als Stütze des Arbeitsmarktes
Besonders bemerkenswert ist die zunehmende Bedeutung älterer Arbeitnehmer: Bereits 30,5 Prozent aller Beschäftigten sind 50 Jahre oder älter, 5,2 Prozent sogar über 60 Jahre. Die Beschäftigungsquote der 60- bis 64-Jährigen ist seit 2022 deutlich um 6,7 Prozentpunkte auf 37,2 Prozent gestiegen – bei Frauen sogar um 9,8 Prozentpunkte auf 28,1 Prozent.
„Ältere Arbeitnehmer sind eine tragende Säule unseres Arbeitsmarktes – ihre Erfahrung und ihr Know-how sind unverzichtbar, und wir müssen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass längeres Arbeiten attraktiv und möglich bleibt“, erklärt Arbeitsministerin Korinna Schumann.
Was das für AMS-Empfänger bedeutet
Für Bezieher von Arbeitslosengeld ist die Situation aktuell stabil. Die AMS-Auszahlungstermine erfolgen pünktlich – das Geld wird jeweils im Folgemonat zwischen dem 3. und 8. ausbezahlt. Die Auszahlung für Mai 2026 steht bereits fest.
Wer neben dem AMS-Geld dazuverdienen möchte, sollte die aktuellen Zuverdienstregeln seit 2026 kennen: Seit 1. Jänner 2026 ist Zuverdienst beim AMS nur mehr in fünf Ausnahmefällen möglich, ansonsten ruht der Anspruch.
Fazit
Der österreichische Arbeitsmarkt zeigt sich trotz konjunktureller Herausforderungen resilient. Der leichte Beschäftigungszuwachs und die regionale Entspannung deuten darauf hin, dass die schlimmsten Befürchtungen einer massiven Arbeitslosigkeitswelle vorerst nicht eingetreten sind. Dennoch bleibt die Lage angespannt – insbesondere für jüngere Arbeitssuchende und in strukturschwachen Regionen.
Quelle: heute.at






